Schweigerecht des Beschuldigten oder Angeklagten

Schweigen ist die bessere Möglichkeit

Aus Sicht des Strafverteidigers Bernd Idselis gibt es “so viele gute Gründe, im Strafverfahren zu Schweigen, dass diese nicht abschließend aufgezählt werden können”.

Allein schon aus dem Urteil des BGH von 1964 ist ersichtlich, warum dies so ist:

” Äußert sich der Angeklagte jedoch zur Sache, obwohl er belehrt wurde und weiß, dass er nicht zuer Äußerung verpflichtet ist, so macht er sich aus freiem Entschluss selbst zu einem Beweismittel und unterstellt sich damit der freien Beweiswürdigung des Gerichtes……….”.

Und weiter: in einem Verfahren mit mehrreren Beschuldigten oder Angeklagten macht sich der äußernde Angeklagte nicht nur zu einem Beweismittel gegen sich selbt, sondern auch gegen die Mitangeklagten.

Auf jeden Fall soll sich der Betroffene schon im Ermittlungsverfahren mit seinem Verteidiger darüber ausführlich beraten, ob er von seinem ihm zustehenden Recht zu Schweigen Gebrauch machen soll.

Ich zitiere einen geschätzten Kollegen: “wer früh redet, sitzt lang!”

 

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